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Trauma & Stress

Toleranzfenster (Window of Tolerance)

Window of Tolerance

Der Bereich des Erregungsniveaus, in dem optimale psychische Funktionsfähigkeit möglich ist.

Details

Das Toleranzfenster (Window of Tolerance) ist ein Konzept des Neurowissenschaftlers Daniel Siegel und bezeichnet den optimalen Bereich des Erregungsniveaus, in dem eine Person effektiv funktionieren kann.

Drei Zustände

  • Innerhalb des Toleranzfensters: Zustand, in dem man Gefühle wahrnehmen und gleichzeitig denken kann. Man ist im Hier und Jetzt und kann angemessen reagieren.
  • Oberhalb des Toleranzfensters (Hyperarousal): Angst, Panik, Überwältigung, Flashbacks. Aktivierung der Kampf-oder-Flucht-Reaktion.
  • Unterhalb des Toleranzfensters (Hypoarousal): Erschöpfung, Taubheit, Dissoziation, Erstarrungsreaktion.
  • Zusammenhang mit Trauma

    Menschen, die ein Trauma erlebt haben, neigen dazu, ein engeres Toleranzfenster zu haben, sodass sie bereits bei kleinen Reizen leicht aus dem Bereich herausfallen.

    Das Toleranzfenster erweitern

    Eines der Ziele der Traumatherapie ist die Erweiterung des Toleranzfensters. Dadurch können zunehmend intensivere Gefühle innerhalb des Fensters verarbeitet werden. Achtsamkeit, körperorientierte Therapie und schrittweise Exposition sind dabei hilfreich. Wenn Sie mehr erfahren möchten, können Sie sich an Mindy wenden.

    💡 Alltagsbeispiel

    In einer stressigen Situation angemessen reagieren können, ohne übermäßig aufgeregt zu werden oder stattdessen in einen leeren, tauben Zustand zu verfallen.

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    Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.