Metakognitive Therapie
Metacognitive Therapy
Eine Therapieform, die nicht die Gedanken selbst, sondern das 'Denken über das Denken' bearbeitet, um Muster von Sorgen und Grübeln zu verändern. Sie ist wirksam dabei, grundlegende Denkweisen bei Angst und Depression zu verändern.
Details
Was ist Metakognitive Therapie?
Die Metakognitive Therapie (MCT) wurde vom britischen Psychologen Adrian Wells entwickelt und konzentriert sich darauf, nicht den Inhalt der Gedanken, sondern die Art und Weise des Denkens selbst zu verändern.
Was ist Metakognition?
Metakognition bedeutet 'Denken über das Denken', also die Fähigkeit, den eigenen Denkprozess wahrzunehmen und zu steuern. Ein Beispiel: Wenn man bemerkt 'Ich mache mir gerade Sorgen', ist das Metakognition. In der MCT gelten solche metakognitiven Überzeugungen als Kern psychischer Probleme.
Der Kern der Therapie
MCT verändert metakognitive Überzeugungen, die Sorgen und Grübeln aufrechterhalten. Positive Metaüberzeugungen wie 'Wenn ich mir Sorgen mache, kann ich Schlimmes verhindern' oder negative Metaüberzeugungen wie 'Wenn ich einmal anfange, mir Sorgen zu machen, kann ich nicht mehr aufhören' werden untersucht und korrigiert. Außerdem werden Techniken wie das Aufmerksamkeitstraining (ATT) und das losgelöste Achtsamkeitsbewusstsein (detached mindfulness) eingesetzt.
Mindys einfühlsame Begleitung
Mindy erklärt, dass die Metakognitive Therapie ein neuer Weg ist, um aus dem endlosen Kreislauf der Sorgen auszubrechen. Wenn Sorgen oder negative Gedanken auftauchen, kann man üben, einen Schritt zurückzutreten und zu beobachten: 'Ah, mein Sorgenmodus ist gerade aktiv', anstatt sich in den Gedanken zu verlieren. Wenn man erkennt, dass Gedanken nur Gedanken sind, wird der Geist viel freier.
💡 Alltagsbeispiel
Als die Sorgen begannen, bemerkte die Person 'Mein Sorgenmodus ist gerade aktiv' und lenkte ihre Aufmerksamkeit bewusst auf etwas anderes.
Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.