Sicherheitsverhalten
Safety Behavior
Sicherheitsverhalten sind unbewusste Handlungen, die man in angstauslösenden Situationen ausführt, um sich zu schützen. Sie verschaffen kurzfristig Erleichterung, halten die Angst jedoch langfristig aufrecht.
Details
Was ist Sicherheitsverhalten?
Sicherheitsverhalten sind schützende Handlungen, die man in Angstsituationen ausführt, um gefürchtete Konsequenzen zu vermeiden. Beispiele sind das Festhalten an einem Manuskript während einer Präsentation oder das ständige Schauen aufs Handy in sozialen Situationen.
Warum kann es problematisch sein?
Sicherheitsverhalten fühlt sich wirksam an, weil es die unmittelbare Angst reduziert. Wenn es jedoch wiederholt wird, entsteht der Glaube: 'Es hat geklappt, weil ich das Sicherheitsverhalten gezeigt habe.' Dadurch wird die Überzeugung gestärkt, dass man Situationen ohne dieses Verhalten nicht bewältigen kann. Letztendlich verhindert man so selbst, dass die Angst abnehmen kann.
Der Ansatz in der kognitiven Verhaltenstherapie
In der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) ist die schrittweise Reduzierung von Sicherheitsverhalten ein wichtiges Thema. Wenn man die Erfahrung sammelt, dass man gefürchtete Situationen auch ohne Sicherheitsverhalten bewältigen kann, verändert sich die Überzeugung gegenüber der Angst ganz natürlich. Dieser Prozess verläuft langsam und schrittweise.
Mindys aufmunternde Worte
Sicherheitsverhalten ist eine natürliche Reaktion, mit der du dich selbst schützen möchtest. Mach dir deswegen keine Vorwürfe. Wenn du jedoch nach und nach den Mut aufbringst, dich Situationen ohne Sicherheitsverhalten zu stellen, kannst du die neue Erfahrung machen: 'Ich schaffe das auch!' Mindy begleitet dich bei diesem mutigen Schritt.
💡 Alltagsbeispiel
Auf einer Party zu sein, aber vor lauter Angst ständig aufs Handy zu schauen oder häufig vorzugeben, zur Toilette zu müssen, um der Situation zu entkommen – das ist Sicherheitsverhalten.
Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.