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Neurowissenschaft & Gesundheit

Phantomschmerz

Phantom Pain

Phantomschmerz ist ein Phänomen, bei dem man Schmerzen oder Empfindungen in einem Körperteil spürt, der amputiert wurde und nicht mehr vorhanden ist. Es tritt auf, weil das Gehirn diesen Körperteil noch immer in Erinnerung behält.

Details

Was ist Phantomschmerz?

Phantomschmerz (Phantom Pain) ist ein Phänomen, bei dem nach einer Amputation oder dem Verlust eines Körperteils tatsächlich Schmerzen in diesem nicht mehr vorhandenen Bereich empfunden werden. Obwohl ein Arm oder ein Bein nicht mehr vorhanden ist, erlebt man Schmerzen, Juckreiz oder Kribbeln in diesem Bereich. Das ist keine 'Einbildung', sondern etwas, das tatsächlich im Gehirn geschieht.

Warum tritt er auf?

Mindy erklärt es gerne. Im somatosensorischen Kortex des Gehirns gibt es Bereiche, die für jeden Körperteil zuständig sind (Körperkarte des Gehirns). Auch wenn ein Körperteil verloren geht, bleibt der entsprechende Bereich im Gehirn erhalten. Wenn dieser Bereich Signale aus benachbarten Bereichen aufnimmt oder sich selbst aktiviert, erzeugt er Schmerzsignale.

Außerdem können abgetrennte Nervenenden im verlorenen Körperteil abnormale Signale senden, und veränderte Nervenschaltkreise im Rückenmark können ebenfalls Schmerzen verursachen.

Merkmale des Phantomschmerzes

  • 60–80 % der Amputierten erleben ihn
  • Er äußert sich in verschiedenen Formen: stechende Schmerzen, Quetschgefühl, Brennen
  • Er kann sich durch Stress, Wetterveränderungen und emotionale Zustände verstärken
  • Manchmal lässt er mit der Zeit nach, kann aber auch lange anhalten
  • Umgang mit Phantomschmerz

  • Spiegeltherapie (Mirror Therapy): Ein Spiegel reflektiert das verbliebene Glied, sodass das Gehirn wahrnimmt, als würde der verlorene Körperteil sich bewegen
  • Entspannungstechniken: Stressreduktion kann zur Schmerzlinderung beitragen
  • Achtsamkeitsmeditation: Kann die Reaktion des Gehirns auf Schmerz verändern
  • Professionelle Behandlung: Es gibt verschiedene Methoden wie Medikamente und Nervenstimulation
  • Was uns Phantomschmerz lehrt

    Phantomschmerz zeigt, wie eng Körper, Geist und Gehirn miteinander verbunden sind. Er erinnert uns daran, dass Schmerz nicht nur ein körperliches Problem ist, sondern eine Erfahrung des Gehirns, erklärt Mindy.

    💡 Alltagsbeispiel

    Wenn jemand, der ein Bein verloren hat, spürt, dass die nicht mehr vorhandenen Zehen pochen, handelt es sich um Phantomschmerz – weil das Gehirn die Körperkarte dieses Bereichs noch immer aufrechterhalten hat.

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    Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.

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