Paradoxe Intervention
Paradoxical Intervention
Eine einzigartige therapeutische Technik, bei der der Therapeut den Klienten anweist, das problematische Symptom oder Verhalten absichtlich auszuführen, um Veränderung herbeizuführen. Es ist ein umgekehrter Ansatz, der hilft, das Gefühl der Kontrolle über das Symptom zurückzugewinnen.
Details
Was ist eine paradoxe Intervention?
Die paradoxe Intervention ist eine einzigartige therapeutische Technik, bei der der Therapeut den Klienten anweist, das problematische Symptom oder Verhalten absichtlich auszuführen. Sie geht auf Viktor Frankls 'paradoxe Intention' zurück.
Wie funktioniert sie?
Wenn man zum Beispiel jemandem, der nicht schlafen kann, sagt: 'Schlafen Sie heute Nacht auf keinen Fall', verschwindet der Druck rund ums Einschlafen, und die Person kann oft ganz natürlich einschlafen. Wenn die Bemühung, ein Symptom zu kontrollieren, das Symptom selbst aufrechthält, wird dieser Teufelskreis durch die Umkehrung dieser Bemühung durchbrochen.
Anwendungsbeispiele
Solche Anweisungen helfen dem Klienten, das Gefühl der freiwilligen Kontrolle über das Symptom zurückzugewinnen.
Mindys herzlicher Hinweis
Mindy erklärt, dass die paradoxe Intervention eine kreative Methode ist, um die Beziehung zum Symptom zu verändern. Kennen Sie das Gefühl, dass etwas umso schwieriger wird, je mehr man versucht, es zu kontrollieren? Manchmal können überraschende Veränderungen entstehen, wenn man loslässt und umgekehrt denkt. Diese Technik sollte jedoch stets unter Anleitung einer Fachkraft durchgeführt werden.
💡 Alltagsbeispiel
Als einem Klienten, dessen Hände vor einer Präsentation stark zitterten, gesagt wurde: 'Versuchen Sie absichtlich, noch mehr zu zittern', nahm das Zittern ganz natürlich ab.
Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.