Zurück zum Glossar
Die Psyche verstehen

Gleichmut (Equanimity)

Equanimity

Gleichmut ist ein innerer Zustand der Stabilität, der es uns ermöglicht, sowohl schöne als auch schwierige Erlebnisse ruhig zu betrachten, ohne das seelische Gleichgewicht zu verlieren. Es geht nicht darum, Gefühle zu unterdrücken, sondern um eine unerschütterliche innere Stärke.

Details

Was ist Gleichmut?

Gleichmut (Equanimity) ist ein innerer Zustand der Stabilität, bei dem man angesichts von Freude und Trauer, Erfolg und Misserfolg im Leben das seelische Gleichgewicht bewahrt. In der buddhistischen Psychologie wird er als 'Upekkha' bezeichnet, und auch in der westlichen Psychologie gilt er als wichtiger Indikator für psychische Gesundheit.

Wie unterscheidet sich Gleichmut von Emotionsunterdrückung?

Gleichmut bedeutet nicht, keine Gefühle zu haben oder sie zu unterdrücken:

  • Emotionsunterdrückung: Gefühle ignorieren oder verdrängen → langfristig schädlich
  • Gleichmut: Gefühle vollständig wahrnehmen, aber sich von ihnen nicht mitreißen lassen → ein gesunder seelischer Zustand
  • Menschen mit Gleichmut trauern, wenn sie traurig sind, und freuen sich, wenn sie glücklich sind. Sie lassen nur nicht zu, dass diese Gefühle den gesamten Geist beherrschen.

    Psychologische Wirkungen des Gleichmuts

    Forschungen zeigen, dass Menschen mit ausgeprägtem Gleichmut:

  • eine stärkere Stressresilienz besitzen
  • über bessere Emotionsregulation verfügen
  • stabilere zwischenmenschliche Beziehungen führen
  • eine höhere allgemeine Lebenszufriedenheit erleben
  • geringere Angst- und Depressionswerte aufweisen
  • Methoden zur Entwicklung von Gleichmut

    Achtsamkeitsmeditation (Mindfulness Meditation)

    Dies ist eine Übung, bei der man die Erfahrungen des gegenwärtigen Moments ohne Bewertung beobachtet. Das ruhige Beobachten, wie Gefühle entstehen und vergehen, bildet die Grundlage des Gleichmuts.

    Selbstmitgefühl (Self-Compassion)

    Dies bedeutet, eine warme und freundliche Haltung sich selbst gegenüber zu bewahren. Es ist die Übung, sich bei Fehlern oder in schwierigen Zeiten nicht selbst zu verurteilen.

    Das Verstehen der Vergänglichkeit

    Wenn man versteht, dass weder Gutes noch Schlechtes ewig währt, kann man gute Dinge nicht zu sehr festhalten und bei schwierigen Dingen nicht verzweifeln.

    Mindys wärmende Worte

    Mindy möchte dir sagen, dass Gleichmut nicht über Nacht entsteht. Täglich ein kleines bisschen zu üben ist das Wichtigste. Wenn schwierige Gefühle auftauchen, flüstere dir leise zu: 'Auch dieses Gefühl wird vergehen.' Dieser kleine Satz wird dein erster warmer Schritt in Richtung Gleichmut sein.

    💡 Alltagsbeispiel

    Wenn man bei der Arbeit plötzlich eine schlechte Nachricht erhält, ist man zwar erschrocken, aber man hält kurz inne, atmet tief durch und denkt ruhig: 'Was kann ich in dieser Situation tun?' – das ist ein Beispiel für Gleichmut.

    Ad

    Möchtest du mehr über "Gleichmut (Equanimity)" sprechen?

    Seele ist hier, um dieses Thema mit dir zu erkunden und persönliche Ratschläge zu geben

    Verwandte Psychologietests

    Erkunde verwandte Tests, um dich selbst tiefer zu verstehen

    Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.

    Gleichmut (Equanimity) (Equanimity) | 마음스캔 심리학 용어사전