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Die Psyche verstehen

Sensorisches Gedächtnis

Sensory Memory

Das sensorische Gedächtnis speichert Informationen, die über die Sinnesorgane aufgenommen werden, für eine sehr kurze Zeit (1-3 Sekunden). Als erste Stufe des Gedächtnisses gelangen nur die Informationen, denen Aufmerksamkeit geschenkt wird, in die nächste Phase.

Details

Was ist das sensorische Gedächtnis?

Das sensorische Gedächtnis ist ein Gedächtnissystem, das Reize, die über die Sinnesorgane (Augen, Ohren, Haut usw.) aufgenommen werden, für eine sehr kurze Zeit in ihrer ursprünglichen Form behält. Es ist die erste Stufe im Drei-Stufen-Modell des Gedächtnisses (Sensorisches Gedächtnis → Kurzzeitgedächtnis → Langzeitgedächtnis).

Arten des sensorischen Gedächtnisses

Das sensorische Gedächtnis wird nach Sinnesmodalitäten unterschieden.

  • Ikonisches Gedächtnis (Iconic Memory): Speichert visuelle Informationen für etwa 0,5-1 Sekunde. Wurde durch George Sperlings Experimente nachgewiesen.
  • Echoisches Gedächtnis (Echoic Memory): Speichert auditive Informationen für etwa 2-4 Sekunden. Das ist der Grund, warum wir das Gesagte einer Person kurz nachklingen lassen können.
  • Haptisches Gedächtnis (Haptic Memory): Speichert taktile Informationen für kurze Zeit.
  • Merkmale des sensorischen Gedächtnisses

  • Große Kapazität, sehr kurze Dauer: Es nimmt eine enorme Menge an Informationen auf, hält diese aber nur für einen extrem kurzen Zeitraum
  • Unbewusst: Findet größtenteils statt, ohne dass wir es bemerken
  • Selektiver Transfer: Nur Informationen, denen Aufmerksamkeit gewidmet wird, gelangen ins Kurzzeitgedächtnis, der Rest verschwindet
  • Erfahrungen im Alltag

    Das sensorische Gedächtnis erleben wir in jedem Moment. Das kurze Nachbild eines Blitzes, das noch vor unseren Augen schwebt, oder die Fähigkeit, das gerade Gehörte abzuspielen, obwohl wir gedanklich abwesend waren und "Was hast du gesagt?" fragen – all das verdanken wir dem sensorischen Gedächtnis.

    Mindys herzlicher Rat

    Mindy sagt: "Unser Geist nimmt in jedem Moment eine enorme Menge an Sinnesinformationen auf. Aber wir müssen nicht alles erinnern – der Geist wählt auf natürliche Weise das Wichtige aus. Wenn wir jedoch bewusst unsere Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment richten, können wir reichhaltigere und klarere Erfahrungen machen."

    Sensorisches Gedächtnis und Aufmerksamkeit

    Der entscheidende Schlüssel dafür, welche Informationen vom sensorischen Gedächtnis ins Kurzzeitgedächtnis übergehen, ist die Aufmerksamkeit (attention). Durch Achtsamkeitsübungen kann man die Aufmerksamkeit stärken und Sinneserfahrungen tiefgründiger verarbeiten.

    💡 Alltagsbeispiel

    Man hört einem Freund zu, schweift kurz in Gedanken ab und fragt dann "Was hast du gesagt?" – doch bevor man fragt, kann man sich noch an das gerade Gehörte erinnern, weil es noch im Ohr nachklingt. Das ist das echoische Gedächtnis.

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    Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.

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