Sensomotorische Psychotherapie
Sensorimotor Psychotherapy
Eine Methode zur Behandlung von Traumata und psychischen Schwierigkeiten, bei der die Aufmerksamkeit auf Körperempfindungen und Bewegungen gelenkt wird. Sie ermöglicht es, seelische Wunden, die sich schwer in Worte fassen lassen, über den Körper zu heilen.
Details
Was ist Sensomotorische Psychotherapie?
Die Sensomotorische Psychotherapie (Sensorimotor Psychotherapy) ist ein psychotherapeutischer Ansatz, der Körperempfindungen, Körperhaltung und Bewegungen als zentrale Werkzeuge der Therapie nutzt. Sie wurde von Dr. Pat Ogden entwickelt und ist besonders wirksam bei der Traumabehandlung.
Warum wird dem Körper so viel Aufmerksamkeit geschenkt?
Wenn wir ein Trauma erleben, werden diese Erinnerungen im Körper gespeichert. Es lässt sich zwar schwer in Worte fassen, aber haben Sie schon einmal erlebt, dass Ihr Körper in bestimmten Situationen erstarrt, das Herz schnell schlägt oder Sie das Gefühl haben, keine Luft zu bekommen? Das sind genau die Spuren des Traumas, die im Körper zurückgeblieben sind.
Die Sensomotorische Psychotherapie greift diese körperlichen Reaktionen direkt auf und unterstützt so den Heilungsprozess.
Die drei Phasen der Therapie
Diese Therapie verläuft in der Regel in drei Phasen:
Was passiert während der Therapie?
Während der Sitzung beobachtet die Therapeutin sorgfältig Haltung, Atmung, Muskelspannung und feine Bewegungen der Klientin. Anschließend leitet sie die Klientin sanft an, die eigenen Körperempfindungen wahrzunehmen.
Mindy findet diesen Ansatz besonders wertvoll, weil er einen Weg zur Heilung von Schmerzen öffnet, die sich nicht in Worte fassen lassen.
Wem hilft diese Therapie?
Die Sensomotorische Psychotherapie ist besonders hilfreich für Menschen mit Traumata, Dissoziation, Bindungsproblemen, chronischen Schmerzen und Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation. In der Therapie können Sie direkt erleben, dass Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden sind.
💡 Alltagsbeispiel
Eine Person mit Missbrauchserfahrungen in der Kindheit bemerkt während der Sitzung, dass ihre Schultern hochgezogen sind, und übt unter Anleitung der Therapeutin, die Schultern langsam zu senken und dabei ein Gefühl von Sicherheit zu entwickeln – das ist Sensomotorische Psychotherapie.
Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.