Psychomotorische Verlangsamung
Psychomotor Retardation
Ein Zustand, bei dem Denken und Körperbewegungen merklich langsamer werden – ein häufiges Symptom bei Depressionen.
Details
Was ist psychomotorische Verlangsamung?
Die psychomotorische Verlangsamung (Psychomotor Retardation) bezeichnet einen Zustand, bei dem Denkprozesse, Sprache und körperliche Bewegungen deutlich verlangsamt sind. Es fühlt sich an, als ob eine schwere Last auf Körper und Geist liegt – alles geht langsamer vonstatten, und selbst alltägliche Aktivitäten erfordern große Anstrengung.
Wie äußert sie sich?
Das Sprechtempo verlangsamt sich, Reaktionen im Gespräch verzögern sich, und der Gang wird schwerfällig. Selbst einfache Gedanken brauchen lange, und Entscheidungen zu treffen fällt schwer. Die Mimik nimmt ab, Bewegungen werden auf ein Minimum reduziert, und es fühlt sich an, als würde sich der gesamte Körper in Zeitlupe bewegen.
Mit welchen Zuständen ist sie verbunden?
Die psychomotorische Verlangsamung tritt vor allem bei schweren Depressionen deutlich in Erscheinung. Sie wird auch bei depressiven Episoden einer bipolaren Störung, bestimmten neurologischen Zuständen und als Nebenwirkung von Medikamenten beobachtet. Sie ist das Gegenteil der psychomotorischen Agitiertheit und kann als Zustand extremer innerer Erschöpfung verstanden werden.
Mindys Gedanken
Das Gefühl, dass alles langsamer wird und der Körper nicht mehr gehorcht, ist wirklich frustrierend und belastend. Aber das ist keine Faulheit – es ist ein Signal, dass Geist und Körper Ruhe brauchen. Mach dir keine Vorwürfe, und sprich mit einer Fachperson darüber. Mindy begleitet dich in deinem eigenen Tempo.
💡 Alltagsbeispiel
Aufgrund einer schweren Depression eine Stunde zu brauchen, um morgens aus dem Bett aufzustehen, und beim Sprechen nicht auf Wörter kommen zu können, sodass Gespräche sich verlangsamen – das ist ein Beispiel für psychomotorische Verlangsamung.
Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.