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Psychische Herausforderungen

Muskeldysmorphie

Muscle Dysmorphia

Eine Körperbildstörung, bei der Betroffene trotz ausreichend entwickelter Muskeln das Gefühl haben, ihr Körper sei zu klein oder zu schwach. Die übermäßige Beschäftigung mit Training und Ernährung beeinträchtigt dabei den Alltag erheblich.

Details

Was ist Muskeldysmorphie?

Muskeldysmorphie ist eine Form der Körperdysmorphen Störung (BDD), bei der Betroffene objektiv gut entwickelte Muskeln haben, sich selbst aber als zu klein oder zu schwach wahrnehmen. Mindy erklärt: Diese Störung wird auch als 'umgekehrte Magersucht' bezeichnet, da Betroffene ihr Spiegelbild verzerrt wahrnehmen.

Welche Merkmale gibt es?

Menschen mit Muskeldysmorphie investieren übermäßig viel Zeit ins Training. Sie trainieren täglich mehrere Stunden und erleben extreme Angst und Schuldgefühle, wenn sie nicht trainieren können. Es zeigen sich extreme Kontrolle der Ernährung, die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln oder Steroiden sowie wiederholtes Überprüfen des Spiegelbildes.

Sie priorisieren das Training gegenüber sozialen Aktivitäten und tragen manchmal auch im Sommer lange Kleidung, weil sie ihren Körper nicht zeigen möchten. Das zwanghafte Muster, selbst bei Verletzungen nicht mit dem Training aufzuhören, ist charakteristisch für diese Störung.

Warum entsteht das?

Gesellschaftlicher Druck bezüglich des idealen männlichen Körpers, geringes Selbstwertgefühl, Perfektionismus sowie frühere Erfahrungen mit Hänseleien oder Mobbing spielen eine Rolle. Unrealistische Körperstandards in sozialen Medien können das Problem ebenfalls verschlimmern. Die Störung tritt häufiger bei Männern auf, kommt aber auch bei Frauen vor.

Hilfe finden

Mindy ist überzeugt, dass ein gesunder Körper und ein gesunder Geist zusammengehören. Durch kognitive Verhaltenstherapie lässt sich das verzerrte Körperbild korrigieren und das Muster, den eigenen Wert ausschließlich am Aussehen zu messen, verändern. Sport ist etwas Gutes, aber wenn er das Leben dominiert, ist das keine Gesundheit mehr. Wahre Stärke kommt aus dem Mut, sich selbst so anzunehmen, wie man ist.

💡 Alltagsbeispiel

Obwohl alle sagen, er habe genug Muskeln, findet er beim Blick in den Spiegel seine Arme immer zu dünn. Er hat seine Trainingszeit immer weiter erhöht und schließlich sogar seinen Job aufgegeben.

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Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.