Meta-Emotion
Meta-Emotion
Meta-Emotion bezeichnet das Gefühl, das man gegenüber den eigenen Gefühlen empfindet. Zum Beispiel Schuldgefühle wegen der eigenen Wut oder Scham darüber, traurig zu sein.
Details
Was ist Meta-Emotion?
Meta-Emotion ist eine sekundäre emotionale Reaktion auf die eigenen Gefühle. Mindy erkundet dieses faszinierende Phänomen des Geistes gemeinsam mit dir.
Beispiele für Meta-Emotionen
Meta-Emotionen begegnen uns im Alltag sehr häufig. Ein typisches Beispiel ist das Schuldgefühl beim Gedanken 'Ich sollte nicht wütend sein', wenn man sich ärgert, oder die Angst, in einer eigentlich freudigen Situation keine Freude zu empfinden. Auch Scham mit dem Gedanken 'Ich bin schwach', wenn man traurig ist, zählt zu den Meta-Emotionen.
John Gottmans Meta-Emotions-Theorie
Der Psychologe John Gottman entwickelte das Konzept der Meta-Emotion im Rahmen seiner Forschung zur Eltern-Kind-Beziehung. Er entdeckte, dass die Art und Weise, wie Eltern mit den negativen Gefühlen ihrer Kinder umgehen, die Fähigkeit der Kinder zur Emotionsregulation beeinflusst. Emotions-coachende Eltern akzeptieren und begleiten die Gefühle ihrer Kinder, während emotionsunterdrückende Eltern versuchen, negative Gefühle schnell zu beseitigen.
Auswirkungen von Meta-Emotionen auf die psychische Gesundheit
Meta-Emotionen können mehr Leid verursachen als das ursprüngliche Gefühl selbst. Angst zu empfinden ist natürlich, aber wenn man sich dafür kritisiert, dass man ängstlich ist, verdoppelt sich das Leid. Dies wird auch als doppeltes emotionales Leid bezeichnet.
Mindys herzlicher Rat
Jedes Gefühl ist etwas ganz Natürliches. Wenn du merkst, dass du ein Gefühl über ein Gefühl empfindest, halte kurz inne und sage dir selbst: 'Was ich gerade fühle, ist in Ordnung.' Mindy hält all deine Gefühle mit Wärme und Verständnis.
💡 Alltagsbeispiel
Ein typisches Beispiel für Meta-Emotion ist, Eifersucht zu empfinden, wenn man von der Beförderung eines Freundes hört, und sich dann wegen dieser Eifersucht schuldig zu fühlen.
Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.