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Beziehungen & Kommunikation

Mentale Last (Mental Load)

Mental Load

Damit ist gemeint, die unsichtbare Last des Planens, Organisierens und Erinnerns im Haushalt oder in einer Beziehung alleine zu tragen. Es geht nicht nur um das tatsächliche Handeln, sondern um die unsichtbare Arbeit des 'Erinnerns und Koordinierens, was getan werden muss'.

Details

Was ist die Mentale Last?

Die Mentale Last (Mental Load) bezeichnet die unsichtbare kognitive Arbeit, die damit verbunden ist, alles Notwendige im Haushalt, in Beziehungen und im Alltag zu planen, zu erinnern und zu koordinieren. Die französische Comickünstlerin Emma hat dieses Konzept mit ihrem Werk "You Should've Asked" ("Du hättest ja einfach fragen können") einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Wie zeigt sich die Mentale Last?

Die Mentale Last umfasst weit mehr als nur das Handeln selbst:

  • Schulveranstaltungen der Kinder, Impftermine und Geburtstagsgeschenke im Kopf behalten und planen
  • Den Überblick über den Kühlschrankinhalt behalten und Mahlzeiten planen
  • Erkennen, wann Haushaltsaufgaben anfallen, und diese verteilen
  • Den emotionalen Zustand der Familienmitglieder beobachten und fürsorglich begleiten
  • Benötigte Dinge vorausschauend einplanen und vorbereiten
  • Warum ist das ein Problem?

    Wenn die Mentale Last bei einer Person konzentriert ist, entstehen ernsthafte Probleme:

  • Chronische Erschöpfung und Burnout
  • Wut und Einsamkeit durch das Gefühl: 'Nur ich kümmere mich um diesen Haushalt'
  • Anwachsende Ressentiments gegenüber dem Partner oder der Partnerin
  • Letztlich wird die Intimität in der Beziehung beschädigt
  • Wichtig ist, dass der Satz 'Ich helfe dir' das Kernproblem offenbart. Das Wort 'helfen' setzt nämlich voraus, dass eine Person die Hauptverantwortung trägt.

    Die Mentale Last gemeinsam mit Mindy teilen

    Mindy möchte betonen, dass die Mentale Last kein Beweis für Liebe, sondern ein Signal für ein strukturelles Ungleichgewicht sein kann. In einer gesunden Beziehung sollte das 'Nachdenken darüber, was getan werden muss' gemeinsam geteilt werden.

    Sag deinem Partner oder deiner Partnerin nicht 'Kannst du das erledigen?', sondern 'Übernimm bitte diesen gesamten Bereich.' Statt 'Kannst du abwaschen?' lieber: 'Kannst du die Verantwortung für die Küche übernehmen?' Die Eigenverantwortung aufzuteilen ist der Weg, die Mentale Last wirklich zu verringern.

    💡 Alltagsbeispiel

    Wenn Wäsche nur dann gewaschen wird, wenn die Frau ihren Mann jedes Mal daran erinnert und darum bittet, dann ist das Erkennen, dass Wäsche gewaschen werden muss, und das Kommunizieren darüber selbst bereits die Mentale Last der Frau.

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    Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.

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