Eigengruppen-Bias (Ingroup Bias)
Ingroup Bias
Die Tendenz, Mitglieder der eigenen Gruppe positiver zu bewerten und zu bevorzugen als Mitglieder anderer Gruppen. Es ist eine natürliche psychologische Reaktion, die durch das Zugehörigkeitsgefühl zur eigenen Gruppe entsteht.
Details
Was ist der Eigengruppen-Bias?
Der Eigengruppen-Bias (Ingroup Bias) ist die psychologische Tendenz, Mitglieder der eigenen Gruppe (Eigengruppe) wohlwollender zu behandeln und zu bewerten als Mitglieder von Fremdgruppen. Dieser Begriff spielt eine zentrale Rolle in der Theorie der sozialen Identität des Sozialpsychologen Henri Tajfel.
Warum entsteht er?
Der Eigengruppen-Bias entsteht durch verschiedene psychologische Mechanismen:
Erscheinungsformen im Alltag
Der Eigengruppen-Bias zeigt sich auf vielfältige Weise:
Worauf man achten sollte
Zugehörigkeit ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, aber wenn der Eigengruppen-Bias zu stark wird, kann er zu Vorurteilen und Diskriminierung führen. Man beginnt, Fremdgruppen negativ zu sehen und sie ungerecht zu behandeln.
Mindys Gedanke
Das Bedürfnis, dazuzugehören, ist völlig natürlich. Aber wenn wir den Kreis von "uns" ein wenig weiter ziehen, können wir mit noch mehr Menschen eine herzliche Verbindung aufbauen.
💡 Alltagsbeispiel
Wenn man den Fehler eines jüngeren Mitglieds im eigenen Verein leicht verzeiht, aber auf denselben Fehler eines Mitglieds aus einem anderen Verein streng reagiert – das ist ein typisches Beispiel für den Eigengruppen-Bias.
Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.