Krankheitsangststörung
Illness Anxiety Disorder
Die Krankheitsangststörung bezieht sich auf einen Zustand intensiver Angst, an einer schweren Krankheit zu leiden oder zu erkranken, selbst wenn körperliche Symptome fehlen oder sehr mild sind. Es ist der moderne diagnostische Begriff für das, was früher als Hypochondrie bezeichnet wurde.
Ausführliche Erklärung
Die Krankheitsangststörung ist die Diagnose, die im DSM-5 eingeführt wurde, um den älteren Begriff Hypochondrie zu ersetzen. Ihr zentrales Merkmal ist eine intensive, anhaltende Angst, an einer schweren Krankheit zu leiden oder zu erkranken, selbst wenn körperliche Symptome fehlen oder extrem mild sind. Die Krankheitsangststörung hat zwei Subtypen: den 'hilfesuchenden Typ', der wiederholt Ärzte aufsucht und Tests anfordert, und den 'hilfescheuenden Typ', der medizinische Einrichtungen aus Angst vor schlechten Nachrichten ganz meidet. Beide Subtypen teilen eine intensive krankheitsbezogene Angst, unterscheiden sich jedoch in der Art und Weise, wie diese Angst bewältigt wird.
💡 Alltagsbeispiel
Ein Beispiel ist jemand, der eine umfassende Gesundheitsuntersuchung erhält, bei der alle Ergebnisse normal sind, aber beim Online-Suchen nach Krebs-Symptomen ein geringfügiges Symptom findet, das zu passen scheint – und sofort einen weiteren Arzttermin vereinbart, überzeugt davon, dass er möglicherweise Krebs hat.
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Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.