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Therapie & Genesung

Gestufte Exposition

Graded Exposure

Eine Behandlungsmethode, bei der man sich schrittweise und langsam an angstauslösende Situationen annähert, um die Angst nach und nach zu verringern.

Details

Die gestufte Exposition ist eine systematische Therapietechnik, bei der man sich schrittweise Situationen nähert, die Angst oder Furcht auslösen, um diese Ängste allmählich zu überwinden.

Was ist gestufte Exposition?

Mindy erklärt es dir gerne. Bei der gestuften Exposition wird man nicht auf einmal mit dem Gefürchteten konfrontiert, sondern beginnt mit dem am wenigsten beängstigenden Element und steigert die Intensität schrittweise. Dadurch lernt unser Geist auf natürliche Weise: 'Diese Situation ist sicherer als ich dachte.'

Wie läuft es ab?

  • Angsthierarchie erstellen: Eine Liste der angstauslösenden Situationen wird von der schwächsten bis zur stärksten erstellt
  • Mit der niedrigsten Stufe beginnen: Man beginnt langsam mit der am wenigsten angstauslösenden Situation
  • Lange genug verweilen: Man bleibt in der Situation, bis die Angst auf natürliche Weise nachlässt
  • Zur nächsten Stufe übergehen: Wenn eine Stufe sich angenehm anfühlt, geht man zur nächsten, schwierigeren Stufe über
  • Warum ist es wirksam?

    Wenn wir angstauslösende Situationen vermeiden, fühlen wir uns kurzfristig erleichtert, aber langfristig wächst die Angst. Umgekehrt tritt bei wiederholter Konfrontation mit angstauslösenden Situationen eine 'Habituation' ein, bei der die Angstreaktionen allmählich abnehmen. Die gestufte Exposition leitet diesen Prozess sicher und systematisch.

    In welchen Fällen hilft es?

  • Spezifische Phobien (Höhen, Tiere, Spritzen usw.)
  • Soziale Angststörung
  • Agoraphobie
  • Vermeidungsverhalten im Zusammenhang mit posttraumatischem Stress
  • Mindys aufmunternde Worte

    Der Angst ins Gesicht zu sehen erfordert wirklich großen Mut. Aber wenn du Schritt für Schritt in deinem eigenen Tempo vorangehst, wirst du eines Tages feststellen, dass die Angst viel kleiner geworden ist. Mindy begleitet dich auf diesem Weg und drückt dir immer die Daumen.

    💡 Alltagsbeispiel

    Jemand mit Aufzugsphobie beginnt damit, nur Fotos von Aufzügen anzuschauen, steht dann allmählich vor einem Aufzug, fährt schließlich nur eine Etage und steigert die Schwierigkeit schrittweise.

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    Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.