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Psychische Herausforderungen

Versagensangst (Fear of Failure)

Fear of Failure

Bezeichnet einen Zustand, in dem man Situationen mit möglichem Scheitern so extrem fürchtet, dass man neue Herausforderungen meidet oder gar nicht erst beginnt. Sie wird auch als Atychiphobie bezeichnet.

Details

Überblick

Hallo, ich bin Mindy. Heute möchte ich mit euch über die Versagensangst (Fear of Failure) sprechen.

Es ist ganz natürlich, Angst vor dem Scheitern zu haben. Doch wenn diese Angst so groß wird, dass sie uns dazu bringt, Herausforderungen vollständig aufzugeben, kann sie zu einem echten Hindernis im Leben werden. Versagensangst ist nicht nur das Gedanke 'Was, wenn es nicht klappt?', sondern die extreme Überzeugung: 'Wenn ich scheitere, ist alles vorbei.'

Kernkonzept

Im Kern der Versagensangst steckt der Glaube, den eigenen Wert mit Leistung gleichzusetzen. Gedanken wie 'Wenn ich scheitere, bin ich unfähig' oder 'Die anderen werden mich verachten' verwandeln das Scheitern von einer bloßen Erfahrung in ein Urteil über die eigene Person.

Laut der Forschung der Psychologin Carol Dweck neigen Menschen mit einem Fixed Mindset (starren Denkweise) dazu, Misserfolge als Beweis ihrer Unfähigkeit zu sehen und empfinden daher größere Angst. Menschen mit einem Growth Mindset (wachstumsorientierten Denkweise) hingegen betrachten Scheitern als Lernchance.

Versagensangst kann sich in Perfektionismus, Self-Handicapping (absichtlich wenig Mühe geben, um eine Erklärung für das Scheitern zu haben), Prokrastination und selbstzerstörerischem Verhalten äußern. Paradoxerweise führt das Verhalten, das Scheitern vermeiden soll, oft erst recht dazu.

Anzeichen, auf die man achten sollte

  • Extreme Angst beim Beginn neuer Dinge, die dazu führt, aufzugeben
  • Lieber gar nicht anfangen, wenn man es nicht perfekt machen kann
  • Misserfolge, die sich lange im Kopf immer wieder abspielen
  • Eigene Fähigkeiten verstecken aus Angst vor der Beurteilung anderer
  • Bei wichtigen Gelegenheiten plötzlich krank werden oder Ausreden finden
  • Wie kann man damit umgehen?

  • Scheitern neu definieren — Scheitern ist kein Ende, sondern ein Lernprozess. Frag dich: 'Was habe ich daraus gelernt?'
  • Growth Mindset entwickeln — Denk: 'Ich kann es noch nicht, aber das bedeutet nicht, dass ich es nie können werde.'
  • Mit kleinen Herausforderungen beginnen — Versuche zunächst Dinge, bei denen ein Scheitern keine großen Folgen hat, um Erfolgserlebnisse zu sammeln.
  • Eigenen Wert von Leistung trennen — Dein Wert liegt in deiner Existenz selbst, nicht darin, was du erreichst.
  • Selbstmitgefühl üben — Sprich mit dir selbst nach einem Misserfolg so freundlich, wie du mit einem guten Freund sprechen würdest.
  • Mindys Gedanke

    Die Angst vor dem Scheitern zeigt, wie sehr du dir wünschst, Dinge gut zu machen. Aber niemand wächst, ohne jemals zu scheitern. Es ist in Ordnung hinzufallen. Das Wichtigste ist, wieder aufzustehen. Mindy unterstützt dich bei jeder deiner Herausforderungen.

    💡 Alltagsbeispiel

    Ein typisches Beispiel für Versagensangst: Vor einem Vorstellungsgespräch denkt man 'Was, wenn ich abgelehnt werde?' und schickt die Bewerbung gar nicht erst ab, oder man schiebt die Vorbereitung so lange auf, bis die Gelegenheit verpasst ist.

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    Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.

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