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Psychische Herausforderungen

Dermatillomanie (Excoriation Disorder)

Dermatillomania

Ein Zustand, bei dem es schwer fällt, das wiederholte Kratzen, Zupfen oder Quetschen der Haut zu stoppen, bis Wunden entstehen. Es handelt sich nicht um mangelnde Willenskraft, sondern um seelischen Schmerz, der sich über die Haut ausdrückt.

Details

Überblick

Hallo, ich bin Mindy. Die Dermatillomanie (auch Excoriation Disorder genannt) beschreibt einen Zustand, bei dem man die eigene Haut wiederholt zupft, kratzt und quetscht und dieses Verhalten nur schwer stoppen kann. Oft beginnt es damit, Pickel, kleine Wunden, Schorf oder raue Hautstellen zu berühren. Viele Menschen leiden darunter, weil sie das Verhalten trotz aller Versuche nicht unterlassen können.

Kernkonzepte

Die wichtigsten Merkmale der Dermatillomanie im Überblick:

  • Wiederholendes Verhalten: Die Haut an verschiedenen Körperstellen wie Gesicht, Armen, Händen und Rücken wird wiederholt gezupft
  • Spannungs-Entlastungs-Zyklus: Vor dem Zupfen steigt die innere Anspannung, im Moment des Zupfens entsteht kurzzeitig ein Gefühl der Erleichterung
  • Zeitaufwand: Täglich können Dutzende Minuten bis mehrere Stunden mit dem Zupfen verbracht werden
  • Körperliche Schäden: Es können Wunden, Narben und Infektionen entstehen
  • Verbergen: Wunden werden mit langen Ärmeln, Make-up oder Pflastern verdeckt
  • Scham: Es besteht ein starkes Scham- und Schuldgefühl, und es fällt schwer, mit anderen darüber zu sprechen
  • Die Dermatillomanie gehört zu den körperfokussierten repetitiven Verhaltensweisen (BFRB). Stress, Angst, Langeweile und Perfektionismus können auslösende Faktoren sein.

    In diesen Fällen trifft es zu

  • Man kann nicht aufhören, vor dem Spiegel Hautunreinheiten zu suchen und zu zupfen
  • Man weiß, dass das Zupfen schädlich ist, wiederholt es aber trotzdem
  • Es gibt sichtbare Wunden oder Narben durch dieses Verhalten
  • Man meidet Ausgehen oder soziale Aktivitäten wegen dieses Verhaltens
  • Wie kann man damit umgehen?

  • Auslöser erkennen: Beobachte, wann, wo und bei welchen Gefühlen das Verhalten auftritt
  • Umgebung anpassen: Verändere Umgebungen, in denen das Zupfen häufig vorkommt (z. B. weniger Zeit vor dem Spiegel, Beleuchtung anpassen)
  • Ersatzverhalten: Halte einen Stressball oder ein strukturiertes Objekt in der Hand, oder trage Handschuhe
  • Hautpflege: Entwickle eine sanfte Hautpflegeroutine, um weniger Anreize zum Zupfen zu haben
  • Selbstmitgefühl: Statt dich zu beschimpfen mit 'Ich hab schon wieder gezupft', sage dir lieber: 'Das war eine schwierige Zeit für mich'
  • Professionelle Hilfe: Habit Reversal Training (HRT) und kognitive Verhaltenstherapie sind wirksam. Erwäge professionelle Beratung
  • Mindys Wort an dich

    Es ist verständlich, dass du dich schämst oder frustriert bist, weil du nicht aufhören kannst, an deiner Haut zu zupfen. Aber das liegt nicht an mangelndem Willen. Es ist ein Signal deiner Seele, und mit der richtigen Unterstützung kann es deutlich besser werden. Grübele nicht allein darüber nach – trau dich, darüber zu sprechen. Mindy ist für dich da.

    💡 Alltagsbeispiel

    Jedes Mal, wenn Stress entsteht, werden kleine Pickel oder raue Hautstellen im Gesicht mit den Fingern gezupft, bis es blutet und Narben entstehen. Obwohl man versucht aufzuhören, wandert die Hand immer wieder zum Gesicht – das ist ein typisches Beispiel für Dermatillomanie.

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    Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.

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