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Dunkle Psychologie

Kultpsychologie

Cult Psychology

Ein Bereich der Psychologie, der untersucht, wie extremistische Gruppen oder Sekten ihre Mitglieder psychologisch kontrollieren und abhängig machen.

Details

Als Kult bezeichnet man eine Gruppe, die sich um eine charismatische Führungsperson schart und das Denken sowie Verhalten ihrer Mitglieder stark kontrolliert. Das betrifft nicht nur religiöse Gemeinschaften – auch Selbsthilfegruppen, politische Organisationen oder Online-Communities können kultartige Züge annehmen. Menschen geraten nicht in solche Gruppen, weil sie schwach oder naiv sind. Oft spielen Lebenskrisen, Einsamkeit oder der Wunsch nach Zugehörigkeit eine Rolle – Gefühle, die jeder kennt. Der Psychologe Steven Hassan beschreibt vier Kontrollmechanismen: Kontrolle über Verhalten, Informationen, Gedanken und Gefühle. Typische Warnsignale sind blinder Gehorsam gegenüber der Führungsperson, das schrittweise Abschneiden von Familie und Freunden, die Überzeugung nur die eigene Gruppe kenne die Wahrheit sowie Drohungen bei einem möglichen Austritt. Wer jemanden kennt, der in eine solche Situation geraten ist, hilft am besten durch Verständnis und sachliche Informationen – nicht durch Kritik oder Druck.

💡 Alltagsbeispiel

Am Anfang wurde ich herzlich willkommen geheißen, doch nach und nach sollte ich mich von Familie und Freunden fernhalten und nur noch den Anweisungen der Führungsperson folgen – ein typisches Muster, wie Kulte ihre Mitglieder schrittweise isolieren.

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Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.

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