Hinweisabhängiges Vergessen
Cue-Dependent Forgetting
Manchmal sind Erinnerungen nicht wirklich weg – es fehlt einfach der richtige Auslöser, um sie wieder hervorzuholen.
Details
Beim hinweisabhängigen Vergessen verschwindet eine Information nicht aus dem Gedächtnis, sondern sie lässt sich gerade nicht abrufen, weil der passende Hinweisreiz fehlt. Der Psychologe Endel Tulving hat dieses Phänomen erforscht und gezeigt, dass solche Auslöser ganz unterschiedlicher Natur sein können – ein vertrauter Ort, eine bestimmte Stimmung, ein Geruch oder ein Klang. Sobald der richtige Reiz auftaucht, kann die Erinnerung plötzlich wieder da sein. Das erklärt auch das Gefühl, etwas genau zu wissen, ohne es im Moment benennen zu können.
💡 Alltagsbeispiel
Der Name einer Bekannten wollte einfach nicht einfallen – doch als jemand das Café erwähnte, in dem man sich kennengelernt hatte, war der Name sofort wieder präsent.
Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.