Gegenübertragung
Countertransference
Gegenübertragung beschreibt die emotionalen Reaktionen, die eine Therapeutin oder ein Therapeut gegenüber einer Klientin oder einem Klienten erlebt.
Details
Gegenübertragung meint die Gefühle und inneren Reaktionen, die in einer Therapeutin oder einem Therapeuten während der Arbeit mit einer bestimmten Person entstehen. Früher galt das als etwas Störendes, heute wird es als wertvolle Information im therapeutischen Prozess verstanden. Wer die eigene Gegenübertragung wahrnimmt und reflektiert, kann daraus wichtige Hinweise auf die Beziehungsmuster der Klientin oder des Klienten gewinnen. Dass Therapeutinnen und Therapeuten ebenfalls Gefühle haben, ist völlig menschlich – entscheidend ist, wie professionell damit umgegangen wird.
💡 Alltagsbeispiel
Wenn eine Therapeutin bemerkt, dass sie sich bei einer bestimmten Person ungewöhnlich angespannt oder übermäßig besorgt fühlt, kann das ein Zeichen von Gegenübertragung sein.
Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.