Cotard-Syndrom
Cotard Delusion
Eine seltene psychische Störung, bei der Menschen fest glauben, bereits tot zu sein, nicht zu existieren oder keine inneren Organe mehr zu haben.
Details
Das Cotard-Syndrom, manchmal auch als Syndrom des wandelnden Toten bezeichnet, ist ein seltenes Phänomen, das erstmals 1880 vom französischen Neurologen Jules Cotard beschrieben wurde. Menschen, die es erleben, sind tief davon überzeugt, dass sie bereits gestorben sind, dass ihr Körper nicht mehr existiert oder dass ihre Organe verfault sind. Diese Überzeugung lässt sich von außen kaum erschüttern und geht oft mit schweren Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen einher. So selten das Syndrom auch ist, es ist ein ernstes Zeichen, dass professionelle Unterstützung dringend gebraucht wird.
💡 Alltagsbeispiel
Jemand, der an einer schweren Depression leidet, weigert sich plötzlich zu essen und sagt mit fester Überzeugung, er sei bereits tot und brauche keine Nahrung mehr – das ist ein typisches Beispiel für das Cotard-Syndrom.
Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.