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Psychische Herausforderungen

Erfolgsphobie

Fear of Success

Ein Zustand, bei dem man umso ängstlicher wird, je näher man dem Erfolg kommt, und sich selbst unbewusst sabotiert. Die Ursache liegt in der Angst vor den Veränderungen und Verantwortlichkeiten, die mit dem Erfolg einhergehen.

Details

Überblick

Hallo, ich bin Mindy. Heute möchte ich mit euch über die Erfolgsphobie (Fear of Success) sprechen.

Vielleicht denkt ihr: 'Wie kann man Angst vor Erfolg haben?' Aber die Erfolgsphobie ist ein Phänomen, das viel mehr Menschen erleben, als man denkt. Es ist ein Muster, bei dem die Angst zunimmt, je näher man dem Erfolg kommt, und man sich unbewusst selbst im Weg steht.

Kernkonzept

Die Psychologin Matina Horner erforschte dieses Konzept erstmals in den 1960er Jahren. Die Angst richtet sich dabei nicht gegen den Erfolg selbst, sondern gegen die Folgen des Erfolgs: höhere Erwartungen, veränderte Beziehungen, größere Verantwortung und die Gefahr, Neid und Eifersucht auf sich zu ziehen.

Die Erfolgsphobie zeigt sich in verschiedenen Formen: selbstsabotierendes Verhalten (kurz vor einer wichtigen Deadline plötzlich aufhören), Prokrastination (kurz vor dem Ziel innehalten) und Underachievement (auf einem Niveau bleiben, das unter den eigenen Fähigkeiten liegt).

An der Wurzel dieser Angst können liegen: Selbstwertprobleme ('Ich verdiene keinen Erfolg'), Beziehungsangst ('Wenn ich Erfolg habe, werden sich die Menschen verändern') oder Verlustangst ('Je höher man steigt, desto tiefer fällt man').

Wann trifft das auf mich zu?

  • Wenn kurz vor dem Erreichen eines Ziels plötzlich die Motivation verschwindet oder sabotierendes Verhalten auftritt
  • Wenn eine gute Gelegenheit auftaucht und man sich ängstlich fühlt und am liebsten flüchten möchte
  • Wenn man nach einem Erfolg das Impostor-Syndrom erlebt und denkt: 'Irgendwann werden sie mich durchschauen'
  • Wenn es sich angenehmer anfühlt, unter dem eigenen Leistungsniveau zu bleiben
  • Wenn man häufig denkt: 'Wenn ich Erfolg habe, verliere ich meine Freunde'
  • Was kann ich dagegen tun?

  • Die Angst konkretisieren — Frag dich: 'Was genau fürchte ich, wenn ich Erfolg habe?' Wenn du es aufschreibst, wird die vage Angst greifbarer.
  • Selbstsabotage-Muster erkennen — Beobachte, welche Verhaltensweisen du kurz vor dem Erreichen deiner Ziele an den Tag legst.
  • Die positiven Seiten des Erfolgs visualisieren — Übe, dir konkret vorzustellen, was Gutes passiert, wenn du erfolgreich bist.
  • Schrittweise Erfolgserlebnisse sammeln — Beginne mit kleinen Erfolgen und lerne am eigenen Leib: 'Erfolg ist in Ordnung.'
  • Den eigenen Wert anerkennen — Du verdienst Erfolg. Sag dir das immer wieder.
  • Mindys Abschlusswort

    Hinter der Angst vor Erfolg verbirgt sich die Angst vor Veränderung. Aber Wachstum und Erfolg sind Dinge, die du verdienst. Auch wenn du erfolgreich bist, bleibst du du selbst, und die Menschen, die wirklich wichtig sind, werden an deiner Seite bleiben. Vertrau dir selbst.

    💡 Alltagsbeispiel

    Zum Beispiel: Jemand hat genug Kompetenz für eine Beförderung, sabotiert aber kurz vor der Entscheidung ein wichtiges Projekt, oder meldet sich am Tag des Vorstellungsgesprächs plötzlich krank und erscheint nicht.

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    Dieser Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Diagnose.

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